Velo Challenge 2012

(Ein Bericht von Markus Krebsbach) Nachdem wir letztes Jahr bei der Velo Challenge als Team schon einen tollen Auftritt hatten, indem wir 4. geworden sind und auch einige vorne im Feld mit sprinten konnten, haben wir wieder eine tolle Truppe zusammengestellt:dscf0045.jpg

 Bild anklickenMartin Habben, Jürgen Schankat, Norbert Hoffmann, Thomas Mai, Dietmar Göbel, Michael Weing und ich, Markus Krebsbach.
Um pünktlich 9:30 Uhr ging es vom Maschsee los auf die 116 km lange Strecke mit ca. 800 Höhenmeter. Da wir stadtauswärts viel Gegenwind hatten, blieb der Tacho nicht weit über 30 km/h. Wichtig war es jetzt erst mal für mich zu schauen, ob meine Teamkollegen mit vorne waren und das sich das Feld erst einmal etwas beruhigte, da doch immer wieder Fahrer dabei sind die wohl noch nie bei solchen Massenevents dabei gewesen sind. Beliebt ist schneiden der Kurven oder plötzliches Bremsen. Ich kannte so etwas ja schon und regte mich weniger auf. Viele aber fluchten immer wieder lautstark unter anderem auch Arne oder Thomas, was sicherlich verständlich war.
Das erste Mal ernst wurde es an der Holzmühle, wo Thomas und Michael ganz vorne gefahren sind. Ich hatte bei mir bedenken, da ich die letzten Monate nicht richtig fit war. Jetzt merkte ich aber das mein Puls auf alte Werte stieg und ich recht gut über die Holzmühle kam. Auch Schanky, Dietmar, Norbert und Axel kamen alle gut über die Holzmühle und waren bis zum Nienstedter Pass mit dabei. Einzig Martin hatte wohl absteigen müssen, da vor ihm ein Sturz war. Aber auch er konnte wieder den Anschluss finden.
Nach der Holzmühle kam der Seitenwind und einige hatten immer wieder mit Windkanten zu kämpfen, um am Vordermann dran zu bleiben. Teilweise wurde aber auch sehr locker gefahren, sodass ich mich im Feld umschauen konnte. Hier fuhren kaum noch Fahrer mit einfachen Rennrädern. Ich habe mehr Aerolaufräder gesehen als Normale. Es ist schon Wahnsinn welche Aufrüstung in den letzten Jahren stattgefunden hat.
Nun kamen mir mit Rückenwind zum Nienstedter Pass. Auch wenn der Pass nicht besonders hoch ist und sicher nicht komplett das Feld zerlegte, reichte es doch, dass sich kleinere Grüppchen bildeten. Ganz vorne kam unser Jungstar Michael mit der ersten Gruppe über den Pass. Ich konnte zwar nicht ganz folgen aber ich hatte die Vorderen nie aus den Augen verloren. Auch Dietmar muss kurz hinter mir gewesen sein. Unsere eigentlich besten Altstars Schanky und Thomas, die bei jeder RTF nach belieben mit dem Feld spielen, waren nicht weit hinter uns sind aber leider nicht mehr an die erste Gruppe dran gekommen.
O. k. Michael, Wunstorf Alex und Arne waren ganz vorne. Letzte RTF wo Michael gekonnt ausgetrickst wurde war mir wieder in Erinnerung und ich konnte auf keinen Fall zulassen, dass er alleine zwischen den beiden war. So kämpfte ich mich mit Dietmar und ca. 8 Fahrern wieder an die erste Gruppe. Hier rollte es sich auch schon wieder wesentlich angenehmer und ich konnte wieder Kräfte sammeln. Auch der Gehrdener Berg machte mir und Dietmar keine Probleme (Michael eh nicht) und so ging es nun mit Rückenwind jenseits der 40 km/h Richtung Hannover.
Leider fuhren wir jetzt immer wieder abgehängte Fahrer von dem Wettbewerb der Fachhochschule auf, die immer wieder für Nervosität sorgten.
Michael ??? Immer vorne immer Vollgas man war ich froh das der für uns fuhr. Sogar eine Soloflucht hat er unternommen. Jedoch wurde es wohl einigen zu Bunt und ich merkte richtig wie Wunstorf & Co. nach vorne Fuhren um ihn wieder einzuholen.
Ich erinnerte mich an letztes Jahr da hatte ich das Ganze so gemacht. Heute war ich aber nicht in der Lage dazu bzw. wollte mich fürs Finale schonen.
Das Finale kam dann auch schon und es ging noch mal durch die Kleingärten, was ich als sehr gefährlich empfand.
Auf der langen Geraden zum Ziel unterschätzten Michael und ich die Länge von 3 km und wir gingen zu zweit viel zu früh in den Wind und zogen dann das ganze Feld ca. 500 m hinter uns her.
Als wir dann feststellten, dass das Ziel noch weit weg ist und wir etwas das Tempo raus nahmen kamen auch schon die Sprinter an uns vorbei geflogen. Ich ordnete mich links ein und versuchte möglichst ohne Gegenwind an den ersten Fahrern dran zu bleiben. Dies gelang mir nur teilweise. Froh war ich als ich gesehen habe das Dietmar (14er) noch Dampf hatte und mich anfeuerte. Ich holte dann noch mal alles aus mir raus und ich (18er) kam eine Radlänge hinter Dietmar ins Ziel.
Michael hatte seiner Führungsarbeit Tribut zollen müssen und kam als 37er in Ziel.
Kaum eine Minute später kamen auch schon Schanky (52er) und Thomas (42er) ins Ziel. Anschließend Martin (120er) und Norbert (180er).
Die Durchschnittsgeschwindigkeit laut Ergebnis lag bei uns über 39 km/h.
DAS Schlimmste zum Schluss:
Wir abgekämpft vom Rennen schauten erst mal, wie die Teamwertungen waren. Lt. Rennleitung hatte man leider aber noch keine. Also entschließen wir uns zu den Fahrzeugen zu fahren und uns etwas frisch zu machen. Dann kam Carsten von Lehrte zu uns und meinte, dass wir Erster geworden sind. Was wir kaum glauben konnten. Also schnell Sachen angezogen und zurück zum Start. Als Martin uns mit Blumenstrauß und Pokal entgegen kam, ahnten wir schon, was passiert ist.
WIR HATTEN DIE SIEGEREHRUNG VERPASST.
Da fährt man seit über 10 Jahren regelmäßig Jedermannrennen hat ein super Team zusammengestellt und wenn man dann endlich mal 1. ist verpasst man die Ehrung. Ich war entsetzt.
Noch schlimmer wir haben den Kuss von der niedersächsischen Schönheitskönigin verpasst.
Etwas Trost bekamen wir, weil wenigstens Martin Habben die Ehrung entgegen nahm.
Euer Markus
Letzte Änderung amMittwoch, 07 Januar 2015 23:13
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