Starker Auftritt vom Team bei der letzten VFV RTF „Rund um die sieben Berge“

Start der VFV RTF 2015 Start der VFV RTF 2015 Jens

 

Oft, sehr oft, 36 Mal hat der VFV Hildesheim um Horst Artmann eine der schönsten RTFs der Region veranstaltet. Doch am Sonntag, den 10.05.2015, wurden die Strecken (41, 73, 111 km) dieser Traditions-RTF zum letzten Mal ausgeschildert.

Ein triftiger Grund für uns, einen letzten prägenden Auftritt hin zulegen. Die Teilnahme von 15 RSC RTFlern reichte, um von Horst Artmann einen anerkennenden Gutschein für die zweit größte Mannschaften zu erhalten. Nur Concordia Hannover war mit mehr FahrerINNEn (19) angereist.

Aber auch sportlich wollten wir einige leuchtende Erinnerungsbojen setzten. Die Streckenführung auf der 111 km Schleife mit 1.100 HM hat das Potential eines wirklichen Klassikers. 5 Anstiege müssen bezwungen werden, wobei die letzten drei „Berge“ auf den letzten 15 km warten. Also beste Voraussetzungen, um sich so richtig ins Komma zu fahren und einen spektakulären „showdown“ hin zulegen.

Am „Velodrom“ von Hildesheim wurden wir vom „RTF Schrecken“, Alex aus Wunstorf, mit den Worten begrüßt: „Ah, das Gesicht der zweiten Gruppe“. Frechheit, Adrenalin, ballte schon ungesehen die Fäuste, wurde wieder ruhiger und dachte mir, wir werden sehen...-).

Um 08:55 formierten sich ca. 150 Fahrer und rollten zunächst gemächlich auf den ersten Anstieg des Tages zu, „Der Rote Berg“. Wir und die Wunstorfer behielten die Übersicht und ließen einen Gastfahrer, Lars von Bike Market, fahren. In der Abfahrt jedoch schlich sich Thomas „Vöcklerhaft“ weg, schloss zu Lars auf, die beiden hauten 400/450 Watt in die Pedalen und zogen ab.

Ok, alles nach Plan, wir nahmen die Füße hoch und ließen die anderen arbeiten. Als die beiden außer Sicht waren, beteiligten wir uns wieder an der Tempoarbeit (wollten die Sache schon "dynamisch halten").

An den Wellen entlang der „7 Brüder Grimm Berge“ wurde einige Attacken gesetzt, so dass wir den zweiten Anstieg des Tages bei Freden nur noch mit ca. 40 Fahrern erreichten. Joachim, unser stärkster Bergfahrer, zog uns in den Anstieg Richtung Lamspringe. Alex, der Fuchs, ließ ihn zweimal davon ziehen. Jedoch nicht aus Schwäche, sondern um kurz darauf die Lücke wieder zu zu sprinten. Sein zweites Manöver konnten wir (und seine Teamkameraden) nicht mitgehen und so war Joachim, Alex und ein starker „Privatfahrer“ mit ca. 50 Meter weg. BIG Uwe wurde sofort angewiesen, uns wieder ran zu fahren. Er glühte, gab alles, doch bekamen wir die Lücke nicht zu, die drei gingen uns weg, nach der Kuppe, in der kleinen Abfahrt, hatten wir uns 300 Meter eingefangen.

Mist, etwa doch „das Gesicht der zweiten Gruppe“. Ruhe bewahren, umschauen, formieren. Zu viert (3xRSC) machten wir uns an die Arbeit. Dank RTF Titan Markus kamen wir nach ca. 10 km, vor Sehlem, wieder ran. Mittlerweile war auch Thomas wieder aufgefahren, Gastfahrer Lars war in Gronau abgebogen.

Der „showdown“ startete in Adenstedt Richtung Sack. Wieder zog uns Joachim durch den Gegenwind in den Berg. Markus, der seinen „job“ in der Verfolgung super erledigt hatte, fiel ab. In der Abfahrt gab uns Thomas ein Vorführung perfekter Kurventechnik, super.

Auch die dritte Kontrolle in Alfeld wurde überfahren und es kam wie es kommen musste, die selben drei gingen uns wieder weg. Wir, Thomas, Uwe und Schanky, behielten aber wieder die Ruhe. Kurz nach Sibbesse hatten wir die Ausreißer wieder. In der Auffahrt zum „Roten Berg“ dann keine Attacken, doch in der Abfahrt. Doch letztlich blieben alle zusammen.

Nun das Ende des sportlichen Teiles dieser RTF ist seit eh her das Ortsschild von Söhre.

Dies zu holen, galt es nun. Meine Kameraden hatten mich über alle Berge gebracht, mehrmals wieder ran gebracht, sich selber ins Komma gefahren und meine Aufgabe war es nun, das gelbe Blech klar zu machen. Unserem Sprintzug mit Thomas, dann Joachim, konnte keiner mehr was entgegen setzten, so dass "mein Gesicht" als erstes in Söhre einfahren durfte.

Eine würdige letzte VFV RTF. Was bleibt sind viele schöne Erinnerungen und die Hoffnung, dass Horst Artmann uns nächstes Jahr vielleicht doch noch einmal auf Strecke schickt, wäre schon schön.

 

 

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