RTF „Rund um Osterode am Harz“: sportlich, sportlich...!

 

Der Multiverein TG La-Pe-Ka 1981 Osterode e.V. richtet auch heute, 16.05.2015, seine attraktive RTF, „Rund um Osterode“ aus. 220 Teilnehmer kamen, um eine der vier möglichen Strecken zu befahren.

 

Ralf fuhr die 118 km Runde und Thomas, Markus, JürgenDeRosa und Schanky gingen die 151 km an, die in Wirklichkeit nur 141 km waren.

 

 

 

Eigentlich unverständlich, dass von den Radsportvereinen aus Hannover nur Martin aus Gehrden, Sven vom HRC und drei Lehrter Fahrer, die wir kannten, erschienen waren. Liegt diese Enthaltsamkeit an der Entfernung zum Veranstaltungsort oder am Samstagtermin oder ist es die Angst vor den Höhenmetern?

 

Nun ganz so viele Höhenmeter auf der großen Schleife sind es gar nicht, nur 1.150 HM.

 

So geht es auch nicht in den Hochharz, sondern gegen den Uhrzeigersinn zunächst nach Norden, dann nach Osten und Süden, um später bei Herzberg wieder Richtung Norden die Ausfahrt zu beenden.

 

Um 09:00 und nur 9°C machte sich ein Feld mit über hundert Fahrer auf, sich ein wenig Temperatur in die Beine zu fahren. Es ging durchaus flott los, einige Wellen wurden weg gebügelt und bei km 30, bei Willershausen, wartet der erste 6% Anstieg auf uns. Über das recht hohe Tempo wunderte ich mich zunächst nicht, da sicherlich „nur“ die 118 km Fahrer hier die Musik auflegen wollten.

 

Aber bald merkte ich, dies war eine Fehleinschätzung.

 

 

 

Bei Nienstedt am Harz, km 40, dann die Streckenteilung.

 

Also in all den Jahren zuvor, ging nur ein dutzend Fahrer auf die große Strecke, doch dieses Jahr waren mehr als 40 Fahrer bereit, sich das lange Leiden zu geben. Der nach der Streckenteilung folgende Anstieg ist der längste und meines Erachtens auch der härteste der Tour. Bis zur Hälfte sorgte JürgenDeRosa für hohes Tempo, dann übernahmen andere und wir klemmten uns dahinter. Als wir dann im roten Bereich über den Pass gingen, hauten Thomas und ich in der Abfahrt noch mal auf die Trommel.

 

Jedoch staunte ich nicht schlecht, als in der Ebene immer noch ca. 30 Fahrer dabei waren. Man, was sind das für Kerle, wieso sind die nicht auf der „kurzen“ Runde?

 

Da sah ich mir die Jungens genauer an. Vertreten waren zwei Racing Teams von Mc Donalds und einen Autohändler, starke Göttinger und Amateure, die heute wohl kein Rennen hatten.

 

Schluck, das wird heute noch harte Arbeit für uns, dachte ich mir ….und das an einem Samstag.

 

Bei km 65 in die Kontrolle. Kaum hatten wir unsere Trinkflaschen aufgeschraubt, fuhren die ersten schon wieder los, weitere folgten. Keine Hektik, geschlossen rollten wir wieder los und begannen die ca. 400 Meter wieder zuzufahren. Kurz vor dem nächsten Anstieg bei Lagershausen erreichten wir wieder die „Schnellstarter“. Der Anstieg zog sich und wir verloren Jürgen DeRosa und Markus musste mächtig keulen, um für uns eine Lücke zu zu treten.

 

Kurz danach die „13% Rampe“ bei Evershausen. Nun 60 kg Giro Fahrer lachen darüber, doch für normal gewichtige Männer, die wir nun mal sind, also 75-100 kg, war das Ding mehr als eine Asphaltblase.

 

Markus, der uns zuvor noch gerettet hatte, musste hier für seine Kraftanstrengung bezahlen und fiel aus dem nur noch 16 Fahrer starkem Peloton.

 

So blieb es eine ganze Weile, doch nach der letzten Kontrolle, bei km 110 an der Ruhme, wurde es Zeit, die DISCO zu eröffnen. Auf einer welligen Straße griff ich an und Sven vom HRC kam mit. Nach zwei Kilometern waren wir jedoch wieder kassiert, also merken, die Burschen können gut treten. Aber gut, der Reigen war eröffnet, die Mc Donalds Burger und Fahrer vom Autohändler griffen nun auch an, doch mehr als 50 Meter bekam keiner mehr, allen waren konzentriert.

 

Kurz vor Osterode wollte ich dann wieder Disco Fox tanzen und zog über enge Straßen und Kreisel davon. Die Distanz zum Ende war mit ca. 4 km noch etwas weit, so dass ich mich von einem Cheesburger Fahrer einholen ließ. Wir arbeiteten ca 2 km zusammen, nahmen das letzte Ortsschild und hatten noch ca. 800 Meter bis zum Ende dieser Ausfahrt (Vereinsstadion) als wir von von vier Fahrern eingeholt wurden.

 

Da natürlich Thomas auch dabei war, sollte er mich in den Sprint fahren, eigentlich eine sichere Sache. Doch wir warteten zu lange und als die Post abging und wir auf die Tempospur wollten, scherte mein McDonalds Fluchthelfer vor uns aus, konnte nicht mehr, nahm uns den Tritt und den Schwung, und die Lücke zu einem Autohändler Fahrer konnte ich nicht mehr schließen.

 

 

 

Aber alles gut, 36,1 km/h im Schnitt war ganz ordentlich. Es hat super viel Spaß gemacht, heute tolle Fahrer in der Gruppe gehabt und auch die Big Mags waren so gut, dass mir der nächste Burger bestimmt noch besser schmecken wird.

 

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