HRC RTF "Steinhuder Meer"

Warten auf die Big Guns, falsch geschlossene Schnellspanner, alleine unterwegs und nicht jedes gelbe Schild ist ein Ortsschild.

 

Aber der Reihe nach zu dem was heute auf der HRC-RTF, „Rund um das Steinhuder Meer“, so manch Kurioses passiert ist.

Viele unserer Teamfahrer gingen die Strecke heute an, Big Uwe, Jürgen DeRosa, Axel, Ralf, Markus, Thomas, Dietmar, Tommy, Claas, Martin, Jens, Stephen (britischer Gastfahrer) und Björn (für Team Bike Market). Nach der Durchfahrung der Parkanlage an der Leine kamen wir recht zügig auf Reisegeschwindigkeit, am Ende wurden es über die 116 km sogar recht schnelle 38,1 km/h im Durchschnitt.

Ralf war der erste, der dafür sorgte, dass auch diese RTF im Zeichen der DISCOS stand. Einige Male baute er alleine oder in Begleitung anderer Fahrer eine Lücke von 200 Metern und sorgte so für eine wenig Unterhaltung auf den zunächst recht eintönigen ersten 30 Kilometern.

Leider ging unser Jens auf den Asphalt, er hatte sich beim Überholen einer langsamen Gruppe an einem nicht ausreichend geschlossenen Hinterrad Schnellspanner aufgehängt. Das Vorderrad war beschädigt und die Tapete ein wenig ab, er kam aber aus eigener Kraft zurück zum Start.

Die erste Selektion wurde an einer Welle bei Hagenburg durch Tempoverschärfung im Gegenwind herbeigeführt. Die nächsten nicht „Bergfesten“ Fahrer gingen dann am Anstieg in Bad Rehburg verloren. Dort machten sich zwar auch zwei Bergfahrer auf, Tommy hing sich dran, aber keinen interessiert dies wirklich; denn alle wussten, die Entscheidung fällt auf dieser Strecke im Wind.

Die Bergfahrer wurden wieder eingesammelt und jeder fragte sich, wann feuern die „Big Guns“. Gemeint sind hier natürlich unser Thomas und Big Uwe, Wunstorf Alex und am heutigen Tage auch ein starker 96-Triathlet. In den Wälder bei Loccum schoßen die „Big Guns“ ihre Salven dann über enge Wald- und Feldwege. Nur Big Uwe nicht, dem schoss es in den Reifen, er musste nachladen und sammelte später nur noch weitere abgehängte Fahrer wieder ein.

Bei Bergkirchen kam dann für die Gruppe, ca. 14 Fahrer, noch ein netter Hügel, doch an diesem passierte nichts. Allerdings "feuerte" in der Abfahrt Alex, doch wir heften uns an und Thomas lud das 53/11 Projektil undfuhr die Gegenoffensive. Als Thomas wieder aufgefahren war, und die "Guns" wieder abkühlten, haute ich an einer Brücke drauf und rief Tommy an, mit zugehen. Doch der gute Tommy dachte wohl an seinen Vertrag als Bergfahrer, den er heute gut erfüllte hatte, denn er war jede kleine Attacke in den Hügeln mitgegangen. Hier aber, im Flachen, wo nur der Wind und die endlose niedersächsische Weite wartete, wollte er nicht.

(Wir reden ein anderes Mal über das Kleingedruckte im Fahrervertrag...grins)

Aber einmal so eine Nummer anfangen, heißt durchziehen. Also galt es, alleine bei Puls 90%, Kopf runter und drücken. Sah gar nicht so schlecht aus, doch nach 10 km kamen die „Big Guns“ und mein kleiner Ausflug war zerschossen. (Vielleicht reicht es ja für die rote Rückennummer, oder für die männlichste Aktion oder für „wie blöd muss man denn sein, wenn man alleine im Wind wegfährt“....-).

 

Finale! Wir haben es heute echt geschafft nach 110 km, Müdigkeit und hoher Geschwindigkeit den Sprintzug abzusprechen: Thomas, Dietmar, Markus und Schanky. Björn und ein B-Fahrer positionierten sich zwar, doch unser Sprintzug fuhr dagegen und das klappte zunächst recht gut...bis, bis Dietmar meinte, das gelbe Ortsschild zu sehen und von Thomas übernahm.

War aber nicht das Ortsschild, sondern nur irgend ein gelbes Richtungsschild, dumm gelaufen.
Das Ende war, Markus und ich kamen zu früh in den Wind und die jungen Amateure hatten leichtes Spiel, Björn natürlich ganz vorne.

Dennoch waren sich alle einig, wieder mal eine sportlich und kameradschaftlich sehr gute RTF.

So gönnten sich die meisten dann auch zwei Stücke Kuchen im HRC Clubhaus, alles gut.

 

 

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