Der erste Radmarathon 2015

Hallo JOTA racing Team,

 

endlich der erste Radmarathon des Jahres in unserer Region.

Am Samstag, den 06.06.2015, ging es für Markus, Uwe, Carsten und Schanky nach Altwarmbüchen zum Heide Radmarathon, 216 km. Ralf fuhr dort 3 Punkte RTF.

Der geplante Start um 08:00 hatte sich jedoch um 15 Minuten verschoben, weil die Anmeldung über „bike&Scan“ doch für den RTC Probleme bereitete. Aber schließlich ging es dann doch los.

18°C, großes Feld, da auch die RTFler über 111 km und 153 km zur gleichen Zeit starteten.Allerdings waren die Straßen, vom Regen am frühen Morgen, noch recht nass oder besser gesagt, schmierig.Kurz nachdem Betty sagte: “Schau diese beiden Freizeitfahrer vor mir können nicht fahren, ich fahre vorbei“, lagen die beiden „greenhorns“ auch schon im ersten Kreisel auf dem Asphalt. Wenn das keine weibliche Intuition war...-).

40 km weiter schmiss es dann noch den RSC Wunstorf „Präsi“ aus der Kurve aber dann war auch gut mit Unfälle und die Straßen trocknen ab. Nur zwei kurze, kleine „1 Meter Schauer“ mussten wir ertragen. Zweimal waren die Feld-Besprenkel-Anlagen nicht auf den trocken Boden, sondern auf die Straße gerichtet – erfrischend.

 

Die Gruppe wurde an einigen Windkanten ein wenig eingedampft aber ansonsten gibt hier es nichts spannendes zu berichten, so dass ich hier auf sonst nie beschriebene menschliche Bedürfnisse eingehen kann. Genau, bei km 60 musste ich mal unbedingt pinkeln. Ein unbequemes Unterfangen, wenn das Feld mit 40 km/h dahin rast. Also Tempo ein wenig raus nehmen, 100 Meter hinter dem Feld, Windrichtung beachten, entspannen und kurz der Feuerwehrmann sein, der den Waldbrand löscht. Erleichterung, doch direkt 200 Meter hinter dem Peloton zurück, aber kein Thema, BIG Uwe holte mich wieder ins Feld.

 

Eintönige Landschaft, keine Hügel, doch bei Willinghausen, 110 km, endlich Mittagessen, eine lecke Suppe mit feinen Mett-Klössen.

 

Bei km 150 kam dann der Freund aller Radfahrer im Gegenwind, der Trecker. Ein Mostertrecker knallte mit >50 km/h an uns vorbei. Die Chance! Nachdem wir vorher schon einen Mopetfahrer verpasst hatten, ging ich diesmal direkt ran. Yeah, hing wie ein Surfer hinter dem Stahlkoloß und konnte bei 52 km/h auf 2,5 km, fast im Ruhepuls, beobachten wie meine Gruppe hinter mir immer kleiner wurde.

Kreuzung, doch das Glück war aufgebraucht, ich musste links und der unbekannte Helfer rechts.

Kurzer System Check, positiv: Flasche voll, ein Riegel, Seitenwind, Nadel auf 40 km/h, Puls 90 %, Trittfrequenz 90 U/min, also GO, GO, GO.

Km 160 noch nicht eingeholt, km 170 immer noch alleine, 4. Kontrolle überfahren, konnte mir wieder 2-3 Minuten bringen, falls die anderen dort anhielten. Km 180, langsam glaubte ich an den Erfolg meiner Flucht.Km 195, System Check, negativ: Flasche leer, Riegel verbrannt, wieder Gegenwind, Puls nur noch 70 %, Trittfrequenz unter 82 U/min und Speed war grade unter 30 km/h gewesen. Oh Mann, wisst Ihr eigentlich wie langsam das ist?

Die Meute kam! Rette mich in die letzte Kontrolle bei km 200 und lege mir sofort die Coca Cola Infusion an. Die andern waren kurz darauf auch da gewesen und holten sich auch den Zucker Kick.

Die Gruppe war klein geworden, doch Respekt vor Betty, sie war immer noch dabei.

Endphase, System Check JOTA Team Fahrer: Carsten müde, Markus auch, aber das sagte er bestimmt nur so, Uwe noch fit, doch wusste Uwe wirklich, was er sagte. Gut, mit Uwe wurde nun geplant. Bei km 206, an einer Brücke, setzte ich den letzten Schuß und katapultiere BIG Uwe raus. Meine Muskel und mein Kopf macht dann dicht, doch Uwe war weg, allerdings hatte sich ein Amateur angehängt. Uwe baute die Lücke, hinter mir sprang noch ein weiterer Youngster los, Markus hefte sich an.

 

Schnitt! Bis hierhin alles richtig gemacht, doch dann...

 

Markus ließ reißen, passiert nur alle 30 Jahre. Uwe ging aus der Führung und wurde von seinen Verfolgern angegriffen. Uwe wurde dann überrumpelt, verliert den Kontakt. Bitter,wir konnten ihm nicht helfen, ich biß in den Lenker.

 

Doch alles gut. Die beiden Youngster waren weg, doch wir brachten die Sache noch vernünftig zu Ende und fielen erschöpft auf die Wiese, wo unsere Autos in Altwarmbüchen standen.

Später dann auf dem Geburtstag des „RTF Schrecks vom RSC Wunstorf“ noch unglaubliche Mengen Kuchen und Gegrilltes gegessen, ein guter Tag – ein Marathon Tag.

 

 

 

 

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