RTF "Durch das Calenberger Land"

Heute wurde vom JOTA Racing Team die attraktive RTF „Durch das Calenberger Land“ , 115 km, 800 HM, von der Radsportgemeinschaft Hannover e.V. in Empelde gefahren. Bei moderaten 17°C trafen sich Ralf, Thomas, Markus, Dietmar (2x), Uwe, Jürgen DeRosa, Joachim, Carsten, Claas und Schanky wie auch Björn (A-Amateur) und Stephen (britischer Gastfahrer) um 09:00 zum Start.

 

Im Startbereich machte ein Ortsname mehrfach die Runde. Ein Ort, der wie kaum ein anderer in unserer Region, einem einen Schauer über den Rücken treibt. Ein Ort an dem schon mehrfach Radsportgeschichte geschrieben wurde, ein Ort der mehr als 500 Watt fordert, der keine Reserven lässt, der keine Gnade kennt, L A U E N S T E I N.

 

Gemeint ist hier natürlich der malerische Anstieg von 200 HM, in der Spitze mit 9 %, der aus dem pittoresken Lauenstein folgt, eine radsportliche Naturbühne, die auch dieses Jahr wieder großen Sport zeigen sollte.

 

Der Blick in die Runde der startenden Radfahrer war nicht weniger er schaudernd. Voran der Muskelberg aus dem Schaumburger Land, Arne, der „Champ“ sowie eine starke Wunstorfer Mannschaft um den geschätzten „RTF Schreck“ Alex. Natürlich auch viele weitere gut trainierte Athleten aus Niedersachsen.

 

Es musste also eine Taktik her, mit der wir unsere Mannschaftsstärke ausspielen konnten.

 

Wir mussten früh mit den Angriffen beginnen, um so möglichst eine Fluchtgruppe zu ermöglichen und zu besetzten, die eine Chance gegen das starke Feld haben sollte.

 

Auf Ralf war wieder Verlass. Immer wieder schob er sich vor das Feld und sorgte für Unruhe.

 

Das Tempo wurde variiert, um die Dynamik zu erhöhen. Als 2-3 Fahrer bei Sehlde nach 30 km weggingen, wurde unser JürgenDeRosa hinterher geschickt. Gut, die Rennsituation wurde unübersichtlich. Hier schlichen sich nun Thomas und Joachim weg.

 

Nur Wunstorf Rodenbeck und zwei weitere Fahrer zogen hinter her und NICHT Arne und Alex. Ich konnte es nicht glauben. Da fuhren zwei unserer besten Fahrer weg und die Szene-Boliden reagierten nicht, hatten es sich vielleicht zu gemütlich im Windschatten des noch großen Peloton gemacht?

 

Wir DISCOS fuhren nun langsamer und es dauerte eine Weile (da es kein Memo gab) bis Wunstorf Alex und Schaumburg Arne an der Spitze erschienen und sich klar über ihre Unaufmerksamkeit wurden. An einer Welle wollten nun auch die beiden los ziehen, doch wir blieben dran und nahmen in der Führung immer wieder Tempo raus, denn wir wollten die beiden nun sicherlich nicht ran fahren und nach Lauenstein bringen, wo sie wie jedes Jahr angreifen wollten.

 

Die Wunstorfer Mannschaft wurde auch nicht eingespannt und so konnte sich die Fluchtgruppe auf und davon machen. Dietmar, Björn und ich stressten auf den Feldwegen vor Salzhemmendorf die anderen noch ein wenig, doch dann ging es in den Lauenstein. Arne stiefelte sofort los, Alex hinterher und unser großartiger Jürgen DeRosa brannte in der Verfolgung für uns auf.

 

Nach der Abfahrt war der Schaden nicht so groß, NUR Arne war weg, doch Markus, Dietmar, Carsten, Big Uwe, Björn und ich waren mit Alex und Holger und 4-5 anderen bereits in der Verfolgung des Schaumburgers.

 

Wir wollten Arne wiederholen doch die beiden Wunstorfer ruderten nicht in die gleiche Richtung.

 

Bald zehnmal griffen sie abwechselt an und wollten die Gruppe sprengen. Hallo, dritte Gruppe!? Wir verloren einige fremde Fahrer aber ansonsten ließen wir sie nicht weg. Positiv war zumindest, dass ein Antritt von Holger zu der zweit schnellsten jemals registrierten Strava-Zeit an der Holzmühle führte.

 

Wir holten Arne nicht auf, doch kamen wir dennoch vor ihm an. Wie das? Er war großartig alleine gefahren, nur hatte er ein Richtungsschild verpasst, wohl schon im Koma gewesen, so blieb für ihn nur die 3. Gruppe im Ziel.

 

Thomas und Joachim ließen es sich nicht mehr aus der Hand nehmen und kamen als erste in einer 5-Fahrer Gruppe an. Das Ortsschild mussten sie jedoch an einen unbekannten Fahrer abgeben.

 

Alles gut, sportlich 37 km/h für die erste Gruppe und spannende drei Stunden auf dem Rad.

 

Hier auch unser Dank an ALLE Fahrer, die uns diesen schönen „Renntag“ ermöglicht haben.

 

 

 

 

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