11 RTF Borchen in OWL

Etwas verspätet  hier noch ein kleiner Bericht zur 11. RTF Borchen bei Paderborn.
Ich denke es wäre schade, wenn ich Euch nicht auf diese sehr gute NRW RTF aufmerksam machen würde.
Zu dieser Veranstaltung hatten sich Markus, Uwe und Schanky am Samstag, den 20.06.2015, auf den Weg gemacht.
Der Start war an einer Sportanlage, die zu einer recht großen "Beton-Schule" aus den 70zigern gehört.

Der ausrichtende Verein, Rad-Treff Borchen, gilt als der größte Radsportverein in der Region OWL, Ostwestfalen Lippe.
Die recht aufgeräumte und vielfältige homepage, www.rad-treff-borchen.de, ließ uns auf eine gut organisierte RTF hoffen und genau so war es.

Anmeldungen wurden natürlich über bike&scan angeboten und der Start wurde für 250 Teilnehmer vorbildlich organisiert.
Ein Vorstandsmitglied gab über ein modernes Megafon kurze und knackige Hinweise und die Vereins eigene Fahne wurde für die Fotografen extra sichtbar in das Bild gedreht.
Der Start erfolgte in zwei Gruppen und jeder der meinte, in der ersten Gruppe losfahren zu wollen, konnte sich neben uns stellen.

Die erste Gruppe mit ca. 70 Fahrern rollte los, um maximal eine 141 km Runde, gegen den Uhrzeigersinn um Paderborn herum zu fahren.
Die ersten 200 Höhenmeter, gesamt 1.200 HM, sollten ab Kilometer 35 kommen.
Diese Höhenmeter kamen aber so unauffällig, vielleicht mit maximal 1% Steigung, dass wir uns plötzlich ohne "Bergfahrt" auf einer Hochebene befanden.

Wir fragten uns: "Geht das mit den "easy" Höhenmetern so weiter?", denn in der Landschaft waren keine Steigungen zu erkennen.
Plötzlich eine rasante Abfahrt aber dann wieder flaches Terrain und die 2te Kontrolle, die angefahren wurde.
Für das nötigste ließ sich Markus ein wenig zu viel Zeit, so dass er sich 500 Meter hinter dem Feld befand.
Aber kein Thema, gemeinsam sind wir wieder ran gefahren.

Ich kaute gerade an einem Riegel und plötzlich wie aus dem Nichts, bei Kilometer 55 , ein Links Abzweig, kleine Straße mit >10% Steigung.
Alle 100 Meter eine Kurve, unübersichtlich, es ging in den Wald und auf nassen Asphalt, Hinterräder drehten bei 12% durch und es war vorbei mit "easy" Höhenmetern.
Der erste, der zweite, der dritte Fahrer  griff an und gemeinsam zogen sie weg. Eine Dreier-Fluchtgruppe ist schon grenzwertig, wäre ein Fahrer mehr mitgegangen, hätten wir mit Sicherheit reagieren müssen.
Doch so gingen wir 90 km vor dem Ziel nicht in den roten Bereich, blieben entspannt und organisierten mit ca. 12 Fahrern die Verfolgung.

Alles gut, der Vorsprung pendelte sich auf ca. 400 Meter ein und die Fluchtgruppe arbeitete sich ab.
Ein Ausreißer hatte eine Panne, gut für uns, nur noch zwei weg.
Doch auch wir verloren einen guten Göttinger mit Schlauchreifendefekt auf edlen Lightweights.
Der Gelände wurde mehr und mehr hügeliger, kleine Straßen, rutschige Kurven und enge Abfahrten.

Das Duo an der Spitze war gut.
Werner vom Alpecin gesponserten Bielfelder RC Sprintax, war die Maschine, die vorne Dampf machte und ein Fahrer vom Rad-Treff Borchen (hatten wohl genug Helfer) hatte die guten Streckenkenntnisse, so dass die beiden die Abfahrten und verwinkelten Passagen schneller fuhren als wir.
Wir erhöhten das Tempo, schoben uns langsam wieder ran, doch verloren wir einige Mitstreiter in unserer Gruppe.
Die Gruppe war am Limit, doch die dritte Kontrolle kam weiteren Überlegungen zuvor.

An der dritten Kontrolle war "RESET", d.h. alle hielten an und es ging mit einem Dutzend Fahrer in die letzte Phase.
An den Wellen ließen wir Werner &Co nun nicht mehr weg, nahmen zwei Strava KOMs mit und waren dafür am Ende nur noch mit sechs Fahrern.

An der letzten Rampe ließen wir es noch einmal krachen, doch wir konnten uns nicht absetzten.
Das Ortsschild "Kirchborchen" war unmöglich zu "besprinten", weil dieser in einer 10% Abfahrt mit nachfolgender Kurve lag - wäre Harakiri gewesen.

Sehr gute RTF, immer wieder schmale Wege, wenig Straßenverkehr, gutes Niveau (knapper 36 km/h Schnitt), heiße Duschen und lecker Kuchen - alles gut.
Neben der Libori RTF ist sicherlich auch diese RTF in OWL lohnend, also vielleicht auf ein Wiedersehen.

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