RTF & Marathon in Wunstorf im Hochsommer

Heute stand die erste Hochsommer RTF, bzw. Marathon der Saison 2015 in Wunstorf an.

Glücklicherweise lagen die Temperaturen heute nur Richtung 30°C und nicht wie gestern jenseits der 35°C, dennoch sehr, sehr warm.

 

 

Unsere Härtesten, Dietmar, Volker und Joachim gingen sogar um 07:00 den 205 km Marathon an.

Alle drei fuhren über die Distanz und Joachim konnte sich mit einer Dreier Gruppe bei km 140 absetzen und erreichte so als erster das Ziel, prima!

Wir anderen „Spätaufsteher“ setzten unsere Räder erst um 08:00 in Bewegung.

Carsten und Ralf hatten sich die 113 km Runde vorgenommen und Thomas, Markus, Uwe und Schanky fuhren die 158 km Runde.
Großes Starterfeld, ca. 150 Fahrer, und auch viel „Qualität“. So war unser A-Fahrer Björn mit weiter Teamkameraden von „Bike Market“ und Rennkollegen vom RFV Nienburg mit dabei.

Entsprechend ging es zur Sache, 39 km/h, in der ersten „Rennstunde“, obwohl ein paar rote Ampeln zu Beginn den Rhythmus brachen. Nun eigentlich zu schnell, denn wir wollten die lange Runde, 1.000 HM, bewältigen und außerdem war das Wetter auch ohne Radfahren bereits anstrengend genug.

 

Mutige Aktion vom Velo Challenge Gewinner 2014, Timo, der bei Tempo 40 km/h ankerte, um den Straßengrünstreifen zu „wässern“. Wäre da nicht eine längere Autoschlange hinter dem Feld gewesen, wäre es auch für den 6 % Fettanteil Athleten vom Strassacker Team schwer geworden, wieder ins Feld zu fahren.

 

Bei Rehburg-Loccum setzte sich eine 6-Gruppe um unseren Thomas ab. Selbstverständlich war auch Timo und einige Amateure dabei. Als die Lücke auf 200 Meter war, reagierten Markus und ich, griffen aus dem Feld an und fuhren mit einem Taifuni auf der Strecke bis Bad Rehburg wieder ran. Diese 400 Watt Aktion brachte uns nebenbei den lokalen Strava KOM.

 

Wir erreichten die Ausreißer und sahen sofort die Chance, uns gemeinsam abzusetzen und zogen entsprechend in den nachfolgenden Anstieg. Ganz schafften wir es jedoch nicht uns zu lösen, ca. 30 Fahrer holten wieder auf und wir waren mit nun ca. 40 Fahrern eine extrem sportliche Gruppe.

 

Bei km 50 immer noch der Schnitt über 38 km/h und nach jeder Kurve aus dem Sattel. Das war keine Radtouristik mehr, das war Rennen.

 

Das Anfahren der zweiten Kontrolle, bei „Wunstorf Zucki“, beruhigte die jungen Amateure ein wenig und die Getränke taten allen gut. Wir rollten die „Kontrolle Durchfahrer“ wieder auf und verabschiedeten uns bei Pohle von den 113 km Fahrern.

In unserer Gruppe verblieben noch 12 Fahrer und ich glaube mit Rainer aus Lehrte waren wir die Ältesten.

Es ging weiter über Bad Münder undTempo weiter hoch. Ungefähr bei Pötzen griff Timo an und setzte sich ein wenig ab. Ruhe bewahren, die jungen Amateure werden schon anfangen, die Lücke wieder zuzufahren. Nun so kam es auch, allerdings fiel Thomas bei Tempoverschärfungen mit Magenkrämpfen ab.

 

Bein Rannenberg dann noch eine dicke Welle, Timo und die jungen Burschen drückten durch, doch wir hatten keine 400 Watt mehr im Maschinenraum. Wenige Kilometer später sahen wir uns alle an der vierten Kontrolle bei Alex und Holger wieder, Thomas kam dann auch wieder hinzu.

 

Neben den üblichen Sättigungsbeilagen warteten auch die Alex kids mit Wasserpistolen auf uns.

Doch die kids waren ein wenig irritiert als wir immer mehr von ihnen beschossen werden wollten, um uns so Kühlung zu ermöglichen.

Zwischen Kilometer 120 und 130 kamen dann die Angriffe. Wir hielten dagegen und konterten, BIG Uwe gab alles und unserer erstarkter Thomas fuhr weg. Gut, die Amateure waren erst einmal wieder beschäftigt das Ding zuzufahren.

 

Wir übersahen irgendwann noch ein Richtungsschild, sahen Zucki noch mal an der zweiten Kontrolle. Wir drehten und Zucki meinte zum Abschied, „Man habt ihr Euch grau gefahren.“ Richtig unser Maschinenraum schaltete bereits die Notaggregate hinzu, viel ging nicht mehr.

 

Gemeinsam rollten wir auf das Ortsschild „Wunstorf“ zu. Timo bekam Krämpfe, Thomas schob sich noch vorbei, doch ganz vorne war der A-Amateur vom Team „Bike Market“. Markus hing im Feld fest und mir wurde die Tür zugemacht.

 

Doch alles gut. Kurz darauf taten wir das, was wir auch gut können, Kuchen vernichten.

 

Klasse sportliche Aktion heute, prima.

 

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