Ein voller Erfolg war die die 20. Nacht von Himmelsthür (NvH) für den RSC Hildesheim.

30.06.07 (dp) Ein voller Erfolg war die die 20. Nacht von Himmelsthür (NvH) für den RSC Hildesheim. Bestes Radrennwetter, über 1.000 Zuschauer an der Strecke, ausverkaufte Kantine und bester – und hoffentlich sauberer - Radrennsport waren die Eckpfeiler einer gelungenen Veranstaltung.

„Trotz der neuesten Erkenntnisse im Dopingsumpf des Radsports, macht es keinen Sinn, auf solche Veranstaltungen zu verzichten. Dies würde dem Radsport nur noch mehr schaden“ waren die einleitenden Worte des Streckensprechers Otto Sprecher, der über sechs Stunden lang zwölf Rennen kommentierte und die Zuschauer kurzweilig durchs Programm führte. Auch Marion Wiechmann – Kantinenwirtin des RSC – war begeistert. Neben dem Sieg ihrer Tochter Anna in der weiblichen U13, konnte sie sich mit ihrem Team über eine gelungene Bewirtung der Gäste freuen.

Sportlicher Höhepunkt aus Sicht des RSC Hildesheim war der Sieg von Falko-Nils Köhler in der Jugendklasse. Nach seinem Pech bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg vor zwei Wochen – Defekt in der entscheidenden Phase des Rennens – hatte sich der Sechste der deutschen Jugendrangliste besonders viel vorgenommen. Zusammen mit seinem Team um Björn Ernst und Tim Liebe kontrollierte er zu Beginn das Renngeschehen im Kriterium und hielt sich aus den ersten beiden Wertungen heraus. Erst in der dritten Wertung punktete er und fuhr gemeinsam mit dem deutschen Jugendcrossmeister Phillip Müller (Herford) gleich weiter. Das Duo war sich einig und hinten verrichtete die starke RSC-Mannschaft Bremsarbeit. Köhler sicherte sich alle restlichen Wertungen und in der Finalrunde gelang ihm beinahe noch die Überrundung des Feldes. Damit stand nach 30 Kilometern mit Falko-Nils Köhler der souveräne Sieger fest. Zweiter wurde Müller vor dem deutschen Vizemeister auf der Straße, Marius Tauchmann aus Duderstadt.

Ebenso souverän siegte Nadine Buchholz in der weiblichen U17 Klasse. In einem gemeinsamen Rennen mit den Frauen und der weiblichen U19 gelang Nadine das Kunststück sich mit zwei weiteren Fahrerinnen vom Feld abzusetzen – Nadine als einzige Jugendfahrerin. Das Trio punktete erfolgreich und Nadine siegte souverän mit 15 Punkten vor Simona Janke (Wuppertal/4) und Anna Noack (Aurich/0). Nele Markgraf (ebenfalls RSC) wurde Sechste.

Den dritten Sieg für den RSC fuhr Anna Wiechmann nach Hause. In einem gemeinsamen Rennen mit ihren männlichen Kollegen siegte sie nach neuen Kilometern vor ihrer Mannschaftskameradin Michelle Buchholz. Als dritte durfte sich Rieke Lange aus Oldenburg zum erfolgreichen RSC-Mädchen Duo gesellen.

Die Überraschung im Rennen der U13 war aber Tom Pätzold (RSC). Trotz viel Führungsarbeit vor allem auf der Gegenwindgeraden, kam der Schüler der Bördeschule Schellerten als dritter um die Zielkurve. Im Sprint wurde er noch vom spurtstarken Hannoveraner Florian Pöschel vom dritten Platz verdrängt, zeigte als bester Hildesheimer aber seine bisher beste Saisonleistung. Es siegte der Landesmeister Niklas Döring vor Marten Flöter (Langenhagen). Luca Niederlag – letzte Woche noch Sieger der Südpfalz-Tour – wurde Fünfter.

Im Rennen der U11 gewann Seriensieger Maik Koritter (Hannover) vor Tobias Kunze (Peitz) und Eike Ernst (RSC Hildesheim). Ernst erwischte nach zwei von sechs zu fahrenden Runden den richtigen Zug und setze sich gemeinsam mit den späterem Sieger und dem Zweitplatzierten vom Feld ab. Noah-Valentin Rössig (RSC) verpasste diese Gruppe, kämpfte sich aber bravourös Runde für Runde heran. Diese Energieleistung sicherte ihm den vierten Platz. In der Sonderwertung der weiblichen U11 wurde Emma Hinze vom RSC zweite.

Nicht ganz so optimal lief das Rennen für Jan Brockhoff in der U15. Nach vier Wertungen waren erwartungsgemäß die physisch stärkeren Sprinter aus dem älteren Jahrgang vorne. Es siegte Felix Riekmann (Hamburg/19) vor Burkhard Schlenrich (Hannover/13) und Julian Lehmann (Hamburg/10). Jan Brockhoff versuchte mit mehreren Ausreißversuchen – unterstützt durch Robin Krüger und Sebastian Warzecha (beide RSC) – sein Glück in der Flucht, doch vor allem die starken Hamburger und Hannoveraner Mannschaften passten in diesen Situationen besonders auf. Am Ende reichte es Jan mit 4 Punkten für einen guten sechsten Platz.

Bei den Junioren konnte sich die zahlenmäßig starke Hildesheimer Mannschaft nicht nach Wunsch in Szene setzen. Am Ende wurde Cedrik Krüger mit zwei Punkten aus den Wertungen als bester Hildesheimer Neunter.

Im Rennen der Männer siegte ein glänzend aufgelegter Mario Reinel aus Bremen. Die über 100 Männerfahrer legten gleich zu Anfang ein enormes Tempo vor, so dass bereits nach 10 Runden das Feld halbiert war. Protagonist zu Beginn war Reinels Teamkamerad Frieder Uflacker, der die ersten beiden Wertungssprints für sich entscheiden konnte. Nach der dritten Wertung nutze Mario Reinel die Gunst der Stunde und attackierte. Lediglich 4 weitere Fahrer konnten ihm folgen. Hinten machte die Bremer Mannschaft das Feld dicht und vorne fuhr ein bärenstarker Reinel den Rest des Rennens mehr oder weniger allein von vorn. Er gewann die letzten neuen Wertungen und sicherte sich mit 45 Punkten den Sieg vor dem jungen Konstantin Herbst aus Hannover und Martin Heinz aus Werningerode.

„Glücklich“ äusserte sich der 1. Vorsitzende des RSC Hildesheim über die gelungene Veranstaltung. „Die Zuschauer honorieren unsere Bemühungen im Nachwuchssport um einen sauberen Radsport. Zudem hat das Wetter mitgespielt und unsere Jungs und Mädchen haben tolle Platzierungen herausgefahren.“

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