Ein tolles Ergebnis erzielte Falko-Nils Köhler bei der internationalen 3-Etappen-Fahrt in Weilburg.

07.07.07 (dp) Ein tolles Ergebnis erzielte Falko-Nils Köhler bei der internationalen 3-Etappen-Fahrt in Weilburg (Taunus). Der Jugendfahrer des RSC Hildesheim war bei allen Etappen auf dem Treppchen und sicherte sich den zweiten Platz der Gesamtwertung, hinter dem belgischen Straßenmeister Sean de Bie.

Für Köhler ein sensationelles Ergebnis, zudem er auch noch bester deutscher Straßenfahrer wurde. Nach seinem Pech bei der Deutschen Meisterschaft (Defekt in der entscheidenden Phase des Rennens) hat sich Köhler damit nachhaltig in die Notizbücher der Nationaltrainer geschrieben.

Die Etappenfahrt im Taunus bestand aus einem schweren Rundstreckenrennen, einem Bergzeitfahren und zum Abschluss einem Straßenrennen durch den Taunus. Bereits beim Rundstreckenrennen wurde den Fahrern die Härte dieser Rundfahrt bewusst. Es galt in jeder Runde einen 18%-Anstieg zu bewältigen. Köhler nutzte seine sehr gute Form, um bereits in den ersten Runden am Anstieg zu attackieren. Lediglich der Belgier Sean de Bie und der für den Landesverband Hessen startende Sossenheimer Ron Pfeiffer konnten Köhler folgen. Das Trio erarbeitete sich einen Vorsprung von über einer Minute auf das stark besetzte Feld mit allen deutschen Bergspezialisten und dem holländischen Jugendmeister Wouter Haan. In der letzten Runde musste auch Pfeiffer dem Tempo des jungen RSC-Fahrers Tribut zollen und konnte nicht mehr folgen. Im Kampf um den Sieg musste Köhler sich dem starken Belgier knapp geschlagen geben. In der Gesamtwertung war an diesem Tag aber bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Beim Bergzeitfahren startete Köhler - als Zweiter der Gesamtwertung - als Vorletzter. Nach schweren 1,3 Kilometern hatte er oben die Bestzeit. Allerdings nur bis der Führende de Bie ins Ziel kam. Der belgische Meister nahm Köhler noch mal 11 Sekunden ab und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Aber auch Köhler konnte seinen zweiten Platz festigen.

Beim abschließenden Straßenrennen über 60 Kilometer durch den Taunus nutzte Köhler seine letzte Chance auf den Gesamtsieg und attackierte vor allem an den schweren Anstiegen in Schmitten und Mamolshain. Der Belgier fuhr aber ein taktisch geschicktes Rennen und ließ Köhler nicht aus den Augen – er klebte am Hinterrad des Hildesheimers und ging jede Attacke mit. Am letzten 1,5 Kilometer langen Anstieg versuchte Köhler erneut die Flucht nach vorn. Nur der bärenstarke Belgier und der Wiesbadener Johannes Wagner konnten der Tempoverschärfung Köhlers folgen. De Bie zog dann 200 Meter vor dem Ziel an Köhler vorbei und sicherte sich souverän mit drei Tagessiegen die Gesamtwertung. Köhler musste sich am Ende dem Wiesbadener Wagner knapp geschlagen geben, konnte aber mit zwei zweiten und einem dritten Platz ein sensationelles Ergebnis nach Hause fahren. Zusätzliche Belohnung war der zweite Platz in der Gesamtwertung.

Mit diesem Ergebnis hat Köhler nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht und gehört seit dem Frühjahr zu den fünf besten Jugendfahrern Deutschlands.

 

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