Der Brockenkönig 2018

Harzer Brockenkönig

Der Brocken – wenn man im Wörterbuch nachschaut, bekommt Bedeutungen wie beispielsweise etwas unregelmäßig geformtes, oft von etwas abgebrochenen Stück oder einfach nur Klotz. 

Und genau diese Eigenschaften beschreiben einen Berg, den ist im norddeutschen Raum nur einmal gibt. Mit einer Höhe von 1141m ist der Brocken eindeutig der höchste Berg Norddeutschlands und Sachsen-Anhalts. Mehrere malerische Wanderwege und eine Forststraße  ermöglichen Wanderern und Radfahrern diesen Berg zu erklimmen.

Und an diesem Berg fand am vergangenen Sonntag ein Bergzeitfahren statt, das durch den Ort der Austragung und der Kulisse einen besonderen Reiz für die Radfahrer ausmacht. 

Seit 2011 richtet der Landesverband Radsport Sachsen-Anhalt e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein "Harzer RSC Wernigerode e.V." diese Veranstaltung mit Unterbrechungen aus.

Über 400 Höhenmeter auf einer Länge von 8,2 km galt es ab dem Start in Höhe des Hotels "Brockenscheideck" in Schierke zu bewältigen. 

Aus sicherheitstechnischen Gründen kann eine Zielfahrt bis zum richtigen Gipfel nicht realisiert werden. Bereits ab 9 Uhr morgens machten sich die jüngsten Radfahrer (Jahrgang 06-10) bei knapp 8 Grad und bedecktem Himmel auf dem Weg. Sie mussten allerdings "nur" die Hälfte der Distanz absolvieren.

Dann ab 9.45 Uhr kamen die älteren Radfahrer zum Zug. 

Auf den ersten 1,6 km verläuft die Strecke noch flach mit wenigen Prozenten an Steigung.

Aber ab der ersten Kehre bei der Einmündung des "unteren Königswegs" nimmt es allmählich zu. 

Immer wieder sich wiederholende steile Rampen zwingen einen, sich aus dem Sattel zu erheben und Druck auf das Pedal zu bringen. Mit der Höhe des Anstiegs sinken die Temperaturen immer weiter, die Regenwolken nehmen zu und der Wind fegt an den freien Streckenabschnitten über die Strecke. Die Sicht ist versperrt und nur das gelegentliche "Aufheulen" der "Brockenbahn" und die Zurufe der entgegenkommenden Radfahrer bieten jedem eine besondere Atmosphäre. 

Ab der letzten Kurve bei Kilometer 6,2 km heißt es nur noch: Kämpfen!

Nur wenige hundert Meter vor dem vermeintlichen Ziel sieht man durch die nebelige Luft den Zielstrich und ein Fahrzeug mit den Schiedsrichtern. Es ist geschafft!

Tim Liebe vom RSC Hildesheim schafft es  als Zweiter mit einer Zeit von 20:16,12. Für diese Zeit musste er mehr als 310 Watt treten.

In seiner Klasse platzieren sich dahinter David Gläsner auf Platz 6 und Claas Kramer auf Platz 8. 

Bei den "Hobbyfahrern" gewinnt Thomas Göllner mit einer Tagesbestzeit von 18:55,78. 

Als Zweiter folgt der ehemalige "RSCler"  Matthias Juli auch mit einer formidablen Leistung. Den 5. Platz belegt Simon Gläsner.

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